„Grenzen überwinden“ – Bericht zum Konzert am 11. November 2017

„Grenzen überwinden“….

 …kann manchmal auch ganz leicht gelingen. Schwebend, fliegend leicht, wie auf den Schwingen eines Adlers, beschreibt die Stimmung, die Besucher und alle Mitwirkenden bei „Let me fly“, einem der letzten Lieder des Konzerts von GOSPELandMORE, am Samstag, 11.11.2017 in der Mauritiuskirche Holzgerlingen, erfasst hatte, vielleicht am treffendsten.

Doch der Reihe nach. Knapp 500 Besucher hatten es geschafft, die Grenzen ihrer Häuser, Wohnungen und Wohnorte zu überwinden, um sich auf den Weg nach Holzgerlingen zu machen und die Mauritiuskirche bis auf sehr wenige freie Plätze zu füllen.

Mit dem ruhigen, stimmungsvollen Lied „Nearer still nearer“ nahm GOSPELandMORE seine Gäste mit hinein in das Thema des Abends „Grenzen überwinden“.

Die stimmungsvoll beleuchtete Mauritiuskirche trug das ihre dazu bei, sich auf das Konzerterlebnis einzulassen und Augen, Ohren und Herzen zu öffnen.

Auch drei Lieder aus dem Luther Poporatorium, an dem GOSPELandMORE im Januar 2017 mit mehreren Tausend Sängerinnen und Sängern in der Porschearena Stuttgart teilnahm, durften an diesem Abend nicht fehlen, war doch Luther sicher einer der größten „Grenzüberwinder“ unserer Geschichte.

Ein Lied aus diesem Oratorium fasst das Anliegen Luthers ganz gut zusammen: „Die Wahrheit ist ein scharfes Schwert, das die Mächtigen das fürchten lehrt,…das Herz ist keinem untertan“! Zur Umsetzung solcher zukunftweisender Vorsätze benötigt es Mut und Rückhalt, der in den Liedern „So wie du bist (Hab Mut!)“ und „Wir sind Gottes Kinder,…..lasst uns mutig und wahrhaftig sein und frei!“ zugesprochen wird.

Mit „This is the Lord’s doing“ (das ist das Wirken des Herrn) hatte Franziska Enders Ihre Premiere als Solosängerin. Ausdrucksstark veranschaulichte sie die Botschaft des Liedes: Der Herr ist mein Hirte und mein Licht – vor wem sollte ich mich fürchten.

Ein ganz besonderes Klangerlebnis bescherte den Konzertbesuchern „Stuttgarts kleinster Gospelchor-DREISATZ“, bestehend aus drei Sängerinnen -Stefanie Sarah Held-Sopran, Magdalena Blisch-Alt, Cordelia Böhm-Tenor und dem Pianisten Tobias Kopietz. Die Leidenschaft des Ensembles für schönen Harmonien und der mit viel Liebe zum Detail arrangierten Musik, war förmlich greifbar. Ihre gefühlvoll vorgetragenen Lieder, „I lift my hands”, “Lights and shadows”, „Moving forward“ und „No frontiers“ trafen übers Ohr direkt ins Herz.

Auch musikalisch begab sich GOSPELandMORE auf Neuland und überschritt auch damit eine Grenze: Klassik meets Pop. Gefühlvoll begann Stefanie Sarah Held von DREISATZ mit dem zunächst klassisch gesetzten Solo bei „Denn wer kann ertragen den Tag seiner Ankunft“ aus Händels Messias. Deutlich„popiger“ wurde es im zweiten Teil des sechsstimmig arrangierten Chorparts, das durch präzise Einsätze und mit viel „Feuer“ gesungen, von GOSPELandMORE gekonnt umgesetzt wurde. Einen entscheidenden Beitrag zum Gelingen des anspruchsvollen Arrangements aus dem Poporatorium „Amazin Grace“ leisteten die hervorragenden Musiker, die sich eigens für dieses Konzert zusammengefunden haben und Chor und DREISATZ souverän und einfühlsam durch das gesamte Konzert begleitet haben: Gabriel Illert: Drums, Tobias Kopietz: Keys, Matthias Wahl: Bass und Frank Wolf: Gitarre.

Ein kurzweiliger und unterhaltsamer Abend klang mit dem Segenslied „Gott segne dich“ aus.

Unseren herzlichen Dank an alle Konzertbesucher, die diesen Abend durch ihren Applaus und ihre Spende auch für uns zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht haben.

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